Die Klassen der Volksschule Kindermanngasse nehmen im heurigen Schuljahr wieder am Präventionsprogramm power4mehttp://www.power4me.at/ teil. Dieses Programm wird jährlich vertieft und fortgesetzt.

Vor Beginn der Arbeit mit den Kindern gab es Informationen für die Lehrerinnen der Schule. Dabei wurden auch die Erwachsenen über die Themenschwerpunkte Gewalt und Missbrauch informiert und aufgeklärt.

Folgende Themenschwerpunkte standen auf dem Programm:

  • Körpergrenzen erkennen und setzen.
  • Kennen lernen, bewusst machen und ausdrücken von Gefühlen.
  • Welche Berührungen sind angenehm, unangenehm oder komisch, wo werden meine Körpergrenzen überschritten?
  • Wann ist ein NEIN wichtig und wie sage ich es?
  • Wie und wo kann ich mir Hilfe holen (in komischen Situationen, bei ungewollten Berührungen, wenn ich verfolgt werde, u.v.m.)?
  • Es gibt gute und schlechte Geheimnisse.
  • Ich habe keine Schuld.
  • "Ich verteidige mich" - kann ich mich nur körperlich wehren, oder gibt es noch andere Möglichkeiten? Körpersprache - Laufen und Schreien und vieles mehr.

Die 2. und 3. Klassen werden von einer power4me-Trainerinnen an 2 Vormittagen betreut.

Die 4. Klassen erhalten einen Auffrischungskurs an einem Vormittag.

Von 9.00 - 12.00 Uhr heißt es dann immer "Ich bin groß, stark und laut!".

Mit Spielen, Rollenspielen, Liedern und Gesprächen wurde in der power4me Arbeit mit den Kindern in erster Linie an der Stärkung des Selbstbewusstseins und die Möglichkeit ihr Selbstbewusstsein auszudrücken und allen anderen zu zeigen gearbeitet. 

Mädchen und Buben im Grundschulalter tendieren schnell dazu ihre eigenen Kräfte zu über- bzw. zu unterschätzen. Fernseh-, Computer- oder andere Fantasiehelden werden oft bei Buben als Vorbild gesehen und nachgeahmt. Mädchen vergessen oft ihre eigenen Möglichkeiten sich abzugrenzen und sich zu wehren. 

Nicht die Körperkraft ist in diesem Alter entscheidend, sondern das Bewusstsein: "Mein Körper gehört mir! Ich habe das Recht über meinen eigenen Körper zu entscheiden!" und dieses auch zu zeigen. 

Jede Klassenlehrerin war während des Klassenworkshops anwesend, beobachtete "ihre" Kinder und arbeitete aktiv mit. Dadurch ist die Lehrerin auch nach der power4me Arbeit für die Kinder als Ansprechpartnerin zum Gelernten da.